Montag, 30. Juli 2007

Praktikum beendet - Mission erfolgreich - Patient ist tot !!!

Gestern habe ich mein Praktikum beendet und aus diesem Grund erzähl ich euch darüber ein wenig.
Gestern mittag hab ich mein System endlich zum Laufen gebracht. Mein Patient (Cricket Navigationssystem) musste zwar künstlich beamtmet, wiederbelebt und gut zu geredet werden. War auch richtig schwer am Rödeln, denn ich habe seine lebenswichtige neue Hardware erst vorletzte Woche erhalten, aber zum Glück kam er dann doch durch.

Da ihr bislang immer nur von meinen WE und den Reisen gehört habt, will ich euch kurz mit dem Inhalt meines Praktikums quälen und euch kurz beschreiben, was ich an der NYP so gemacht hab. Meine Aufgabe bestand darin, kleinen Robotern zu sagen wos' lang geht. Dazu brauchten wir ein Navigationssystem. Solch ein System gibt es bereits, das mit Hilfe von Ultraschall und elektromagnetischen Wellen, die Entfernung zu festen Stationen messen kann.

Ich habe mich dann damit beschäftigt, dieses System mit einer wireless Verbindung auszustatten.
Die Schwierigkeit bestand darin, das wir insgesamt 4 verschiedene Programmiersprachen unter einen Hut bringen mussten. Ja und gestern ratterten dann nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Koordinaten über den COM Port zu den µ-Controllern.

Das hat jetzt sein müssen ;-)

Die vergangene Woche stand unter dem Motto, die ersten unserer liebgewonnen Franzosen verabschieden zu müssen. Aus diesem Grund haben wir ein BBQ veranstaltet und sind dann anschließend ,sofern wir noch auf unseren eigenen Füssen stehen konnten, noch in eine nette Disse gegangen. Ausser kleinen Beziehungsdramen hatten wir nen super tollen abend.


Ach fast vergessen, hab am Sonntag Froschschenkel gegessen.
Und die waren super lecker.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Das Ende naht

YouthDay

So jetzt hab ich noch eine Woche bis mein Praktikum zu Ende ist. Das heisst fleissig Bericht schreiben und noch ein paar Reiseerfahrungen lesen ueber die Reiselaender in die ich im August noch gehen werde.
Letztes Wochenende war ich Penang. Die Hafenstadt liegt im Norden von Malaysia und ich bin zum Jugendtag der NAK eingeladen worden. Zu diesem Anlass hab ich seit 4 monatiger Abstinenz mal wieder eine Fidel in der Hand gehalten.
Da es nach Penang eine ganz schoen lange Reise ist, haben wir uns entschlossen, daraus eine Malaysia Rundfahrt zu machen. Zusammen mit 4 Singapore-Freunden gings zuerst nach Malacca, eine Hafenstadt an der Westkueste. Dort verbrachten wir einen Tag mit Sightseeing. Abends haben wir uns mit Kurzer Hose und Slippers ins noble Equatorial gesetzt und uns unter musikalischer Umrahmung einiger Philippinos ein paar Cocktails schmecken lassen. Die Stimmung war super als ein pensionierter Neuseelaender mit seiner Frau Gemahlin das Tanzbein schwang, und Emmanuel und ich mit 2 der Saengerinnen getanzt haben.
Den Tag darauf sind wir nach Kuala Lumpur weitergereist und haben dort die restlichen Jugendlichen getroffen. Absolut super nette Leute, obwohl ich ihnen alles an den Hals gewuenscht hab, nachdem wir mit ihnen dann um 10 Uhr in den Schlafzug nach Penang aufgebrochen sind und sie die GANZE NACHT durch gebabbelt haben.
In Penang haben wir uns dann Samstag und Sonntag die Statuen und Sehenswuerdigkeiten angeschaut.

Schnaeppchen des Jahres.


Als ich in einem dieser malayischen Maerkten einen Rucksackstand gesehen hab, und nach 10min. handeln einen Rucksack von 30 Euro auf gut 5 Euro runtergehandelt hab, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, abgezogen worden zu sein. Als ich dann allerdings die erste Tasche geoeffnet hab, hatte ich den ersten Zipper in der Hand. OK 5 Euro das kann man reparieren.
10min. spaeter passierte das gleiche allerdings mit der Seitentasche und die Riemen fuehlten sich auch nicht wirklich stabil an, aber OK waren ja nur umgerechnet 5 Euro.
Zurueck bei unserer Unterkunft, machten wir uns fertig auf die Heimreise. Also packte ich meinen alten Rucksack in den Neuen. Fein passt rein!!!

Allerdings bin ich keine 10 Meter weit gekommen, dann ist mir das komplette Ding auseinander gefallen. Beide Riemen sind gebrochen, bei weniger als 8 KG. So egal ob das nur 5 Euro waren, das war ne saubere Abzocke!!! Bin gerade dabei das Ding bei Ebay nach Malaysia zurueck zu verkaufen.
RACHE MUSS SEIN!
Die Rueckfahrt dauerte gute 12 Std. im Bus und deswegen bin ich erst gegen halb 11 Uhr in Singapore etwas verschlafen in der NYP angekommen.

Also bis bald,

Montag, 9. Juli 2007

Dicker Bock

Ich moechte hiermit Stellung zu diversen Vorkommnissen beziehen, die sich anscheinend dieses Wochenende ereignet haben sollen.

Hier die offiziellen Dementis der betroffenen Personen:

Herr M.N.: "Ich gebe hiermit bekannt, dass ich nicht ueberhastet meinen Flug zurueck
nach Singapore gebucht hab, und ich nicht zu faul war nochmal nachzuschauen wann der "Anschlussflug" nach Deutschland geht. Das ich lediglich 2,5 Std. Zeit habe, zum Auschecken, Sachen packen, Koffer abholen, Einchecken und Losfliegen, kann ich ebenfalls nicht bestaetigen
"!!

Herr Dr. phil. rer. nat. mech(Mechatronologie) S.: "Es kann von keiner Nachahmertat die Rede sein, in der meine Wenigkeit die beiden Flughaefen Manillas' verwechselt haben soll.

Herr von und zu Ulle & und M. N.: "Offizielle Richtigstellung!!! Herr N. und Herr U. sind nicht wegen chronischen Schlafmangels und noch nicht auskurierter Krankheit in der U-bahn auf dem Weg zum Flughafen eingeschlafen und haben auch nicht die Haltestelle verpasst. Dass sie anschliessend Herrn Dr. S. erzaehlt haetten, dass sie die ganze Zeit schon auf dem Flughafen gewesen seien, entspricht der Wahrheit und nichts als der Wahrheit!!!!


Gemeinsame Richtigstellung: "Der Grund der schicksalhaften Seebestattung unserer kompletten Schnorchelausruestung waehrend unserer Kajak Fahrt muss noch ermittelt werden. Auf keinen Fall lag es an der fahrlaessigen Befestigung der oben genannten Tauchausruestung durch Dr. S.
Dr. S., dem zu Unrecht der Vorwurf gemacht wird, dass sich die Brillen nur lose auf dem Boot befunden haetten, kann ebensowenig zur Rechenschaft gezogen werden wie Herrn U., der Aufgrund seiner doch beachtlichen koerperlichen Fuelle auf keinen Fall das Boot beim Einsteigen, fast zum Kentern gebracht haette. Letzlich muss auch Herr M. N. vom Vorwurf entlastet werden, dass er anscheinend seelenruhig, den langsam sinkenden Brillen und Schnorcheln hinterher geschaut haben soll
.”


Herr N. aka the big fish bestreitet seine vermeintliche Aeusserung, die Britinen im Pub attraktiv gefunden zu haben. Es handele sich hier um gezielten Rufmord aus dem Kreis boeswilliger Neider in seinem naeheren Bekanntenkreis!!!

Herr Dr. S. laesst richtig stellen, dass er niemals Thaiboxkaempfe auf Koh Phi Phi angeschaut hat und er niemals seine britische Nachbarin aufgefordert hat ihm eine zu Druecken. Folglich jammerte er auch nicht den Abend lang von einem Maedchen verhauen worden zu sein.

Herr U. dementiert, dass er nach etlichen Bier seine Orientierung vorloren habe und es eine Abkuerzung zwischen den Hotelanlagen geben muesste, die ihn mit seinen Freunden, bei ihrem bierseeligen Heimgang schneller ins Hostel gebracht haette. Es entspricht auch nicht der Wahrheit, dass er immer noch davon ueberzeugt ist!!!

Schliessend muss noch erwaehnt werden, dass Herr U. weder waehrend der sehr rauhen Rueckfahrt Anti-Seekrankheits-pillen genommen hat, noch das er nach der Ueberfahrt gleich mal ein Bier getrunken hat. Woraufhin es ihm dann wirklich schlecht wurde.

Ein Widerspruch, der genannten Dementis kann weder von Dritten noch von Beteiligten nicht revidiert werden.

PS: Sag JA zum Leben!!!

Phuket - Koh Phi Phi

Hallo zusammen.

Phuket - Koh Phi Phi

Wir sind diese Woche nach Phuket geflogen. Verglichen mit den meist aufregenden Bus- oder Autoabendteuern auf malaiischen Strassen, war der Flug mit Tiger-Airways absolute Erholung.
Zur Zeit ist gerade Regenzeit in Thailand und somit nicht die Hauptsaison. Fuer uns war das mehr als praktisch, da wir keinerlei Probleme hatten ein Zimmer zu finden. Falls jemand den Film “The beach” kennt, anscheinend sind einige Szenen in unserem Hotel gedreht worden. Fuer uns war allerdings nur entscheidend, dass der Taxifahrer wusste wo es ist und das es recht guenstig war.

Am naechsten Morgen sind wir mit der Faehre nach Koh Phi Phi gefahren.

Super Zufall, auf dem Steg haben Gernot mit Freundin Anna getroffen. Er wohnt mit Kommilitonnen von mir in Malaysia zusammen und wir kennen uns, seit wir gemeinsam in Kuala Lumpur unterwegs waren.

Danach sind wir dann zu 5. in Kho Phi Phi unterwegs gewesen.

Samstag mittag haben wir uns dann fuer ueberteuertes Geld 2 Kajaks ausgeliehen. Das Problem war nur, dass wir recht hohen Wellengang hatten, unser Boot voll lief , wir deswegen staendig gekentert sind und Anna kaum schwimmen konnte.
Durch geschicktes Teamwork haben wir dann auf einem Boot unfreiwillig uns von saemtlichem Balast befreit und haben unsere Schnorchel und Masken ueber Bord geworfen. Bei der Rueckgabe der Boote hab ich dann sofort bemerkt, was mexikanisches Temperament ist. Es war nur eine kurze Unterredung zwischen Anna und der Kajakvermieterin, allerdings eine Nachhaltige ;-)!!!

Abends haben wir noch ein wenig die Insel angeschaut, haben uns das koestliche Shang-Bier schmecken lassen und sind dann anschliessend in einen Pub, indem wir gleich Bekanntschaft mit einigen Britinnen geschlossen haben.

Das beste war allerdings unsere dritte location. Amateur Thai-boxen. Das gefundene Fressen fuer betrunkene Briten. Kroenung des ganzen war der Kampf zwischen zwei Inselamazonen.

Nessie vs. Rastagirl.

Die erschreckende Erkenntnis, die Hauen mich beide um!!!

Am naechsten Tag haben wir uns ein Boot ausgeliehen und sind um die Insel zu den schoensten Schnorchelplaetzen gefahren. Die Sicht war allerdings wegen den bloeden Fischen deutlich eingeschraenkt.

Last but not least ging es dann mittags wieder mit der Faehre zurueck nach Phuket. Das war dann anfangs schon recht ungemuetlich. Die meterhohen Wellen haben das Boot gut durchgeschuettelt. Immer mehr Passagiere sind gruen im Gesicht geworden und selbst die Crew lief staendig mit Tigeroel, ein Asiatisches Allheilmittel, unter der Nase herum. Hab dann prophylaktisch gleich mal ne Pille eingeworfen.

Dummerweise vertraegt sich das mit Bier ueberhaupt nicht. Aber dafuer wars mir wenigstens aufm Schiff nicht schlecht…:-P

Puhh jetzt muss ich aber Schluss machen, ist schon fast Feierabend

Sonntag, 1. Juli 2007

Tropenjahre zählen doppelt.




Dieses Wochenende waren der Jo und ich das zweite Mal in Dayang. Kurz zur Erinnerung, Dayang ist eine sehr schoene Tauchinsel, auf der wir vor 2 Monaten unsere Tauchausbildung begonnen haben. Nachdem wir dann am Freitag alles gepackt hatten, gings mit Joshua unserem Ex-Tauchlehrer ab nach Malaysia. Ausgerechnet an diesem Tag war ein dicker Unfall in Singapore und wir kamen gerade noch rechtzeitig in Mersing um Mitternacht an. Die 4-stuendige Fahrt auf der Fähre hat mich schon ein bischen geschlaucht. Die See war rauher als bei unserer ersten Fahrt und ich hatte am Ende schon einen flauen Magen. Nach drei Stunden Schlaf gings dann am Samstag zum ersten Tauchgang. Als erstes gab es eine kurze Auffrischung der Unterwasserkommunikation.


Vorsichtshalber nahm ich noch Pillen, die es erleichtern den Druck im Ohr auszugleichen. Tatsaechlich hab ich das WE somit ohne "SINUS-Block" und blutender Nase ueberstanden. Juhuu!!!

Die Sicht in Dayang war leider nicht ganz so gut wie ich sie von unserem ersten Trip in Erinnerung hatte, aber es hat trotzdem Spass gemacht mit Nemo, Wuerfel*-, Regenbogen*-, Konfetti*- und Zebrafisch* um die Wette zu tauchen.
( Namensgebung nach MFW )
Obwohl wir das Tauchgebiet schon kannten, sammelten wir jede Menge neue Erfahrungen.

Ein Tauchgang hatten wir auf offener See. Die Stroemung war so stark das wir an einem Seil abtauchen mussten. Das Spot bestand aus einem grossen Fels in knapp 30 Metern tiefe. Das Seil war uebersaeht von kleinen scharfkantigen Muscheln. Die etliche Taucher vor uns die Haende zerschnitten haben, da an vielen Stellen immer noch rote Flecken sichtbar waren.

So zogen wir uns gegen die Stroemung Meter um Meter in die Tiefe.
Auf halbem Weg musste unser zweiter Ausbilder einen Notaufstieg vornehmen. Er ist zu schnell abgetaucht und bekam einen Sinus-Block. Allerdings waren wir nicht alleine sondern 2 weitere Gruppen haben sich auch diesen Spot ausgesucht. Durch den verbrauchten Sauerstoff der anderen Taucher kam wir uns wie im Whirlpool vor.
Es war beeindruckend dem Fels immer naeher zu kommen. In einer Tiefe von knapp 30 Metern erreichten wir den Fuss des A-Rocks und wurden von etlichen Fischschwaermen umringt. Auf einmal wurde alles bund und wunderschoen. Die Farben wurden immer
intensiver, und die Korallen hatten Farben die ich noch nie gesehen hab!!! Die Fische verstehen einen auf einmal und ich hatte das Gefuehl der grenzenlosen Freiheit....herrlich!!!

In wirklichkeit hielt sich der Tiefenrausch in Grenzen.

Obwohl der Tag beim Tauchen ausschliesslich aus Schlafen, Tauchen und Essen besteht, waren wir abends doch recht muede.
Unsere Kraefte haetten allerdings noch gut gereicht um mit unserem Tauchlehrer den Rotwein zu trinken, den wir extra aus S'pore mitgebracht haben. Joshua hat sich dann aber um kurz nach halb zehn ins Bett verkrochen. Allein wollten wir die Flasche
dann doch nicht koepfen, was im Nachhinein eindeutig ein Fehler war!

Am Sonntag gings nach 2 weiteren Tauchgaengen wieder auf die Faehre und zurueck nach Mersing.
Auf der Rückfahrt sind wir von einem Minivan erfasst worden, ins Schleudern geraten und im Graben gelandet. Ansonsten gehts mir gut. Nur die Glassplitter sind leider noch überall, in den Haaren, im Geldbeutel und Kleidern.


An der Grenze zwischen Malaysia und Singapore hatten wir dann ein kleines Problem. Es ist zwar erlaubt eine Flasche Alkohol nach Malaysia einzufuehren, allerdings nicht auf dem Landweg (bzw. von einem Wochenendtrip). Deshalb haben sie den Josch dann erstmal seinen Rucksack ausleeren lassen. Gluecklicherweise verzichteten die Beamten sowohl auf die Pruegelstrafe, als auch auf den Strick und so sind wir dann gegen halb 12 nahezu unbeschadet heim gekommen.

PS: Zitat des WE:"Luckily nobody dies!!!" ;-)