Tropenjahre zählen doppelt.

Dieses Wochenende waren der Jo und ich das zweite Mal in Dayang. Kurz zur Erinnerung, Dayang ist eine sehr schoene Tauchinsel, auf der wir vor 2 Monaten unsere Tauchausbildung begonnen haben. Nachdem wir dann am Freitag alles gepackt hatten, gings mit Joshua unserem Ex-Tauchlehrer ab nach Malaysia. Ausgerechnet an diesem Tag war ein dicker Unfall in Singapore und wir kamen gerade noch rechtzeitig in Mersing um Mitternacht an. Die 4-stuendige Fahrt auf der Fähre hat mich schon ein bischen geschlaucht. Die See war rauher als bei unserer ersten Fahrt und ich hatte am Ende schon einen flauen Magen. Nach drei Stunden Schlaf gings dann am Samstag zum ersten Tauchgang. Als erstes gab es eine kurze Auffrischung der Unterwasserkommunikation.
Vorsichtshalber nahm ich noch Pillen, die es erleichtern den Druck im Ohr auszugleichen. Tatsaechlich hab ich das WE somit ohne "SINUS-Block" und blutender Nase ueberstanden. Juhuu!!!
Die Sicht in Dayang war leider nicht ganz so gut wie ich sie von unserem ersten Trip in Erinnerung hatte, aber es hat trotzdem Spass gemacht mit Nemo, Wuerfel*-, Regenbogen*-, Konfetti*- und Zebrafisch* um die Wette zu tauchen.
( Namensgebung nach MFW )
Obwohl wir das Tauchgebiet schon kannten, sammelten wir jede Menge neue Erfahrungen.
Ein Tauchgang hatten wir auf offener See. Die Stroemung war so stark das wir an einem Seil abtauchen mussten. Das Spot bestand aus einem grossen Fels in knapp 30 Metern tiefe. Das Seil war uebersaeht von kleinen scharfkantigen Muscheln. Die etliche Taucher vor uns die Haende zerschnitten haben, da an vielen Stellen immer noch rote Flecken sichtbar waren.
So zogen wir uns gegen die Stroemung Meter um Meter in die Tiefe.
Auf halbem Weg musste unser zweiter Ausbilder einen Notaufstieg vornehmen. Er ist zu schnell abgetaucht und bekam einen Sinus-Block. Allerdings waren wir nicht alleine sondern 2 weitere Gruppen haben sich auch diesen Spot ausgesucht. Durch den verbrauchten Sauerstoff der anderen Taucher kam wir uns wie im Whirlpool vor.
Es war beeindruckend dem Fels immer naeher zu kommen. In einer Tiefe von knapp 30 Metern erreichten wir den Fuss des A-Rocks und wurden von etlichen Fischschwaermen umringt. Auf einmal wurde alles bund und wunderschoen. Die Farben wurden immer
intensiver, und die Korallen hatten Farben die ich noch nie gesehen hab!!! Die Fische verstehen einen auf einmal und ich hatte das Gefuehl der grenzenlosen Freiheit....herrlich!!!
In wirklichkeit hielt sich der Tiefenrausch in Grenzen.
Obwohl der Tag beim Tauchen ausschliesslich aus Schlafen, Tauchen und Essen besteht, waren wir abends doch recht muede.
Unsere Kraefte haetten allerdings noch gut gereicht um mit unserem Tauchlehrer den Rotwein zu trinken, den wir extra aus S'pore mitgebracht haben. Joshua hat sich dann aber um kurz nach halb zehn ins Bett verkrochen. Allein wollten wir die Flasche
dann doch nicht koepfen, was im Nachhinein eindeutig ein Fehler war!
Am Sonntag gings nach 2 weiteren Tauchgaengen wieder auf die Faehre und zurueck nach Mersing.
Auf der Rückfahrt sind wir von einem Minivan erfasst worden, ins Schleudern geraten und im Graben gelandet. Ansonsten gehts mir gut. Nur die Glassplitter sind leider noch überall, in den Haaren, im Geldbeutel und Kleidern.
An der Grenze zwischen Malaysia und Singapore hatten wir dann ein kleines Problem. Es ist zwar erlaubt eine Flasche Alkohol nach Malaysia einzufuehren, allerdings nicht auf dem Landweg (bzw. von einem Wochenendtrip). Deshalb haben sie den Josch dann erstmal seinen Rucksack ausleeren lassen. Gluecklicherweise verzichteten die Beamten sowohl auf die Pruegelstrafe, als auch auf den Strick und so sind wir dann gegen halb 12 nahezu unbeschadet heim gekommen.
PS: Zitat des WE:"Luckily nobody dies!!!" ;-)
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