Seit Sonntag bin ich jetzt glücklicher Eigentümer eines open-water Tauchscheins, doch dazu später. Direkt nach der Arbeit am Freitag haben wir unsere Sachen gepackt und bin zusammen mit Johannes zu unserer Tauchschule gefahren. Während der Fahrt hab ich ständig überlegt was ich diesmal vergessen hab (in Bintang waren es T-shirts, KL die Zahnbürste...).
2 Std. später sind wir dann in einem Minibus mit einigen anderen Tauchschüler aus Singapur Richtung Malaysia aufgebrochen. Inzwischen hab ich mich an den Fahrstil gewöhnt und fest gestellt, daß man ein Überholmanöver auf einer Landstrasse mit Gegenverkehr durchaus überleben kann. Nach ca. 2-3 Std. sind wir dann in der Nähe von Mersing auf eine Fähre gestiegen. Inzwischen war es ungefähr Mitternacht. Als ich auf dem Schiffboden versucht hab einzuschlafen, fiel mir dann ein was ich dieses Mal vergessen hab. Eine kurze Hose!!!
Gegen halb 5 Uhr sind wir schließlich in Pulau Dayang angekommen und etwas schlaftrunken dann auf direktem Weg ins Bett gegangen um noch 2-3 Std. zu schlafen. Am nächsten Morgen hab ich diese wunderschöne Gegend zum ersten Mal bei Tag gesehen. Ich konnte mich gar nicht satt sehen, von dem türkisenen Wasser, den Palmen und dem weissen Sandstrand. Gegen halb 10 legte unser Boot zum ersten Tauchgang ab. Ich war sehr aufgeregt und auch ein bißchen besorgt, da ich beim Tauchen immer Probleme hatte den Druck auszugleichen, und das schon bei wenigen Metern. Wenig später liessen wir unter Anleitung von Joshua dann zum ersten Mal die Luft aus unserem "Buoyancy Compensator" auströhmen und tauchten ab. Beim Abtauchen hab ich den Druck recht früh gespührt und musste mir sehr viel Zeit nehmen. Allerdings erreichte ich die 8 Meter ohne grössere Probleme. An einem Seil befestigt absolvierten wir einige Grundübungen für den Tauchschein. Neben Reinigen der Maske und air sharing stand auch ein Notfallaufstieg auf dem Programm, bei dem die Saürstoffzufuhr bei 8 Metern abgestellt wird und man ohne Luft zur Oberfläche kommen muss. Das knacken in meinen Ohren war etwas unangenehm aber noch gut ertragbar. Nachdem Tauchen gabs erstmal Mittag essen. Das essen war reichlich und bis auf das erste Frühstück sehr lecker. A propos essen, der typische Tag beim Tauchen sieht so aus:
aufstehen, essen, tauchen, essen, relaxen, tauchen, essen und anschliessend von riessigen Fischen berichten.
Beim 2. Tauchgang wurden die Übungen noch einmal wiederholt und anschliessend sind wir dann Fische, Korallen und anderes Getier suchen gegangen. Das super klare Wasser liess uns über 20 Meter weit sehen.
Beim dritten Tauchgang hatte ich wieder Probleme mit dem Druckausgleich, ich musst lange warten, doch ich konnte den Druck nicht ausgleichen. Nach einiger Zeit bin ich dann einfach weiter abgestiegen in der Hoffnung, das es schon klappen würde. Allerdings blieben Schmerzen in den Nebenhöhlen. Nach einiger Zeit hatte ich einen komischen Geschmack im Mund und meine Nase fing zu bluten an. Der Tauchgang war echt ne Qual. Selbst nachdem Aufstieg blieben die Kopfschmerzen und ich legte mich dann erstmal ins Bett. Jetzt weiss ich was ein "sinus block" ist ;-)
Am Abend legten wir dann in "vertrauter" Runde unsere theoretische Prüfung ab und feierten im Anschluss noch ein bischen unser Bestehen.
Der Sonntag began um halb 7 Uhr und als echte open-water Taucher sollten wir heut auf 18 Meter Tiefe abtauchen. Au man ich hatte echt ein bischen bammel. Ich hab
inzwischen mir alle Druckausgleichsmöglichkeiten angeeignet... und bin nach kurzer Zeit schmerzfrei in 18 Metern angekommen, juhuu.
Die Unterwasserwelt in Dayang ist wirklich spitze. Leider kann ich euch noch nicht sagen was ich alles gesehen hab, muss noch die Namen der Fische lernen. An einen Fisch kann ich mich allerdings erinnern. Als wir um eine Felsformation getaucht sind , ist plötzlich direkt vor uns ein "triggerfish" ( http://en.wikipedia.org/wiki/Triggerfish ) aufgetaucht. Er soll anscheinend sehr aggressiv sein. Und nachdem wir der Überzeugung waren, das er hier unten mehr Freunde hat als wir, haben wir uns zurück gezogen.
Beim Auftauchen hatte ich zwar wieder eine rote Taucherbrille, aber es hat schon unglaublich viel Spass gemacht, so schwerelos im Wasser zu gleiten!
Das Wochenende war eines der schönsten bislang in Singapore, auch wenn es zum Teil etwas schmerhaft war.
Ich werde hoffentlich bald die Unterwasserbilder von Joshua bekommen und sieh natürlich gleich auf den Blog posten.
Liebe Grüsse euch allen,
Michäl