Mittwoch, 22. August 2007

Bangkok oder wie man in der Großstadt überlebt

Wie man am besten in Bangkok überlebt, mit all dem Schmutz, dem Laster, der Armut und der Gegensätze hat uns ein kleiner Junge auf einer Verkehrsinsel gezeigt. Man zieht sich einfach nen Plastiksack auf den Kopf und schnüffelt an irgendwelchen Lösungsmitteln bis man diese Stadt schön geschnüffelt hat.
Etwas verwöhnt von meinem letzten Aufenthalt in Thailand/ Phuket war ich erst ziemlich entäuscht von dieser rießigen Stadt, die einfach laut, hektisch und nur auf Profit aus ist. Jedoch ganz so negativ darf ich unseren Aufenthalt nicht beschreiben. Wir haben neben Taxi-fahrern die uns den 3 fachen Preis abverlangen wollten auch sehr hilfsbereite Menschen getroffen. Als wir am ersten morgen von unserem Hotel aus Zugtickets bestellen wollten, gab uns ein freundlicher Thai den Hinweis das wir am Bahnhof die Tickets viel günstiger bekommen würden und er uns auch dort hinfahren könnte. Gesagt getan began unsere Reise in Bangkok. Es gibt zwei Dinge die man hier ständig sieht, irgendwelche Buddha Statuen und Bilder eines alten Manns mit gelbem Umhang. Es gibt kaum eine Straße, in der nicht irgendwo ein Bild, eine Statue oder ein Banner, des Königs steht.

Bewaffnet mit einem Reiseführer aus der NYP-library sind wir dann die Sehenswürdigkeit abklappern gegangen. Spätestens bei unserer Bootsfahrt stellte sich heraus, das unser Reiseführer gar nix kann.
Nach einem Irrweg entlang des Flusses sind wir dann am Ende an einem verlassenen Anlegesteg angekommen, an dem wir von vier blutrünstigen Bestien (mögliche Überzeichnung des Autors möglich) beinahe angefallen worden wären. Aber der 2. hilfsbereite Bangkokianer hat, nachdem wir ihm mit Händen und Füßen erklärt haben, dass wir Boot fahren wollten einfach mal losgepfiffen und ein vorbeifahrendes Boot mit einem typisch thailändischen Pärchen (er Schwede sie Thailady) angehalten. Auf der Bootsfahrt, haben wir jede Menge Elendsviertel gesehen. Phia hat einen "Plastikhund"(Hundeleiche) am Ufer entdeckt und am Ufer war ein rießiger Waran mit Fischfang beschäftigt. Alles in allem ein perfekter Tag um einen Ausgewachsenen Kulturschock zu bekommen.
Nachdem wir dann abends etwas erschöpft und hungrig zurück ins Hotel angekommen sind erlebten wir unsere zweite Überraschung. Wir bekamen unsere Schlüssel erst nicht. Die Begründung der Thekenchefin, war das sie die Bestätigungs-email von uns noch nicht erhalten hatte, die wir für sie von zu Hause hätten mitbringen sollen. 5min. Streitgespräch und meine super Laune haben sie dann doch veranlasst mir die Schlüssel auszuhändigen.
Natürlich muss man min. einmal in seinem Leben in Bangkok Tuk-Tuk fahren. Ein Tuk-Tuk stinkt wie ein Trabi, fährt wie ein Rasenmäher und ist so bequem wie ein Nagelbrett. Diese meist selbst zusammengebastelten "Blecheimer" sind eigentlich schon eine attraktion in Bangkok.
Wir haben dann auch einen ganz freundlichen Fahrer entdeckt, der uns versprochen hat min. 2 Statuen zu zeigen, nur zu einem Shoppingstand zu fahren und uns anschließend wieder heimzufahren. Die Fahrer machen ihr Geld nicht mit dem Preis den man erst verhandelt, sondern mit den Geschäftern mit denen sie kooperieren. Deswegen bekommt man eigentlich kein einziges Tuk-Tuk das wirklich dort hinfährt wohin man will, sondern immer erst zum nächsten Vertragspartner Shop. Dort muss man sich dann 5min. einen Anzug, Jacke oder Hemden aufschwätzen lassen bis es dann wieder weitergeht und der Fahrer seine Provision bekommt. Naja einmal wollten wir das einfach mal erleben und haben vereinbart, nur zu einem Shop zu fahren. Doch als wir dann zurück ins Hotel wollten, war er der Meinung das wir bestimmt noch etwas kaufen müssten und zum nächsten Shop wollten. Das haben wir dann nicht eingesehen und standen dann kurze Zeit später ohne Tuk-Tuk und ohne einen Pfennig zu zahlen alleine irgendwo in Bangkok!
Neben dem Rotlichtmilieu sind die Märkte eine der wichtigsten Touriattraktionen der Stadt. Zu meiner Schande kann ich über ersteres leider gar nix berichten, aber die Märkte waren toll. Hier bekommt man neben Schuhen, Handy und gefälschten CD einfach alles. Am Boden wurden Stoßdämpfer alte Wasserhähne, Autolenkräder und Hundebabys verkauft.
Nach 2 Tagen wollten wir dann aber auch ein bischen raus. Aus diesem Grund sind wir nach Ayutthaya gefahren. Die Stadt bzw. Ruine im Süden von Bangkok, war früher einmal Hauptstadt von Thailand. Heute ist sie aber eigentlich nur noch ein kleines Nest mit wenigen Menschen und unzähligen Ruinen. Auch wenn es hier nicht wirklich viel zu sehen gab, die Zugfahrt über 60km kostete gerade einmal 15 Peso(0,25Cent).
Am letzten Tag auf dem Bahnhof haben wir bemerkt, dass wir eigentlich recht viel gesehen haben, allerdings wir bislang noch keine Thaimassage erhalten haben. Zum Glück hab ich dann im Bahnhof im Cafe noch eine Spontanmassage erhalten und alle waren glücklich.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hey Michi,

dein Bericht ist total gut geworden!
Von Tuk-Tuks, netten Thais und Hunden in allen Variationen ;-)

Liebe Grüße aus der BiGa
Phia

P.S. genieße die trop. Wärme.
Hier ists mind 10 Grad kälter